Konzeption 2018

Vorwort

Kinder sind eines der größten Lebensgeschenke – so neugierig und fantasievoll, so spontan und oft sprühend vor Lebensfreude. Ihre Entwicklung zu fördern und dafür bestmögliche Bedingungen zu schaffen, ist das Anliegen der zwei evangelischen Gemeinden im Zwieseltal: der Kirchengemeinde Schwabach-Christophoruskirche Wolkersdorf und der Kirchengemeinde Schwabach-Dietersdorf. In Krippe und Kindergarten setzen wir viel daran, dass die uns anvertrauten Kinder liebevolle Zuwendung, ansprechende Räume und eine Anleitung erfahren, die ihre Stärken und Entwicklungsschritte fördert. Wir bieten den Kindern Angebote für ihre Glaubensentwicklung und die Herausbildung ihres Gottvertrauens.

Dazu gehören auch Angebote wie Mutter-Kind-Gruppen oder der ökumenische „Mini-Gottesdienst“. Gerne kann man sich bei weitergehenden Fragen an eines der beiden Pfarrämter wenden.

Kontaktdaten der Kindertagesstätte

Christophorus Kindertagesstätte Zwieseltal

Am Wasserschloss 3

91126 Schwabach

Telefon 0911 638895

E-Mail kita.zwieseltal.sc@elkb.de

  1. Organisatorische Konzeption
    1. Zielgruppe

In unserer Kindertagestätte werden Kinder im Alter von 1-6 Jahren betreut. Wir haben eine Betriebserlaubnis für insgesamt 87 Kinder; 75 Kindergartenkinder (3-6 Jahre) und 12 Krippenkinder (1-3 Jahre). Unsere Gruppen im Kindergarten setzen sich aus je 25 Kindern zusammen. Die Gruppenbezeichnungen in unserer Kindertagestätte: Hasen, Igel, Eichhörnchen und Mäuse (Krippe).

    1. Einzugsbereich

Unsere Kindertagesstätte liegt in Wolkersdorf, einem Stadtteil von Schwabach. Es ist ein zentrales Wohngebiet, welches dennoch etwas ländlich im Zwieseltal gelegen ist. Durch Bus- und Bahnverbindungen sind die Stadt Schwabach, Nürnberg und umliegende Orte wie Mühlhof, Katzwang, Dietersdorf und Stein schnell erreichbar. Wolkersdorf ist durch seine vielen Wohnsiedlungen und die damit verbundenen verkehrsberuhigten Bereiche, sowie einige Straßen mit Zone 30 gekennzeichnet. Ärzte, Einkaufsmöglichkeiten, ein Jugendtreff, verschiedene Vereine und eine Grundschule sind direkt im Ort vorhanden. Zu unserem Einzugsgebiet zählt zudem Dietersdorf, welches ebenfalls ein Ortsteil von Schwabach ist. Dietersdorf ist 2,3 km von Wolkersdorf entfernt und eine ländliche Wohngegend.

    1. Gesetzliche Grundlage

Die gesetzlichen Grundlagen unserer Einrichtung sind das

  • Bayerische Kinderbildungs- und Betreuungsgesetz (BayKiBiG),
  • Sozialgesetzbuch VIII,
  • Kinder- und Jugendhilfegesetz (KJHG) und der
  • Bayerische Bildungs- und Erziehungsplan.

    1. Rechtsträger

Die Kirchengemeinden Schwabach-Christophoruskirche und Schwabach-Dietersdorf teilen sich die Verantwortung für die Kindertagesstätte.

Rechts- und Anstellungsträger ist dabei die Kirchengemeinde Schwabach-Christophoruskirche. Beide Kirchengemeinden gehören der Evang.-Luth. Gesamtkirchengemeinde Schwabach an. Das Evang.-Luth. Kirchengemeindeamt unterstützt die Kirchengemeinden und Einrichtungen im Dekanat bei Verwaltungsaufgaben mit fachlicher Kompetenz. Dabei bietet es Dienstleistungen im Bereich von Finanz- und Personalangelegenheiten und im kirchlichen Meldewesen an und berät die Kirchengemeinden in Fragen des Bauwesens und des Dienstrechts.

Zudem verfügt unsere Kindertagestätte über einen Kita-Ausschuss. Mitglied im Kita-Ausschuss sind: Pfarrer/Pfarrerinnen der beiden Kirchengemeinden, jeweils zwei Mitglieder des Kirchenvorstands und eine weitere vom Kirchenvorstand berufenen Person, eine Elternbeiratsvertretung und die Kita-Leitung. Der Kita-Ausschuss berät und beschließt alle wesentlichen Dinge, die die Kita betreffen (Finanzen, Personalfragen, Konzeption, Baumaßnahmen usw.) und arbeitet eng mit der Kindertagesstätte zusammen.

Die Kindertagesstätte ist Mitglied beim Evang. Kindertagesstätten-Verband im Diakonischen Werk Bayern.

    1. Mitarbeitende

Unser Kita-Team setzt sich wie folgt zusammen:

1 Leitung

6 Erzieherinnen

6 Kinderpflegerinnen

Zusatzausbildungen: Führungskräfte im sozialen Bereich, Sprachentwicklungsexpertin, Tanzpädagogik, Fachkraft für Kinder u3, Englisch im Kindergarten, Montessoridiplom, Kindheitspädagogin, singende Kita und Jolinchen.

Die Pädagoginnen bilden sich regelmäßig fort. Es finden auch hausinterne Fortbildungen statt.

1 Hauswirtschaftskraft

1 Hausmeister

1 Reinigungskraft

Der Personalschlüssel ergibt sich aus den Buchungszeiten, der Anzahl und dem Alter der Kinder. Er entspricht dem gesetzlich vorgeschriebenen Rahmen.

    1. Gebäude und Außengelände

Unsere Kindertagesstätte ist in das Grundstück der Kirchengemeinde Schwabach-Christophoruskirche integriert und liegt somit neben der Kirche, dem Pfarramt und dem Haus der Gemeinde.

Die Einrichtung gliedert sich in folgende Räumlichkeiten:

Kindergarten: 3 Gruppenräume mit jeweils 60 bzw. 50 qm, in denen sich eine Kinderküchenzeile und verschiedene Spielecken befinden. Jedem Gruppenraum ist ein Intensivraum zugeordnet. In den Bereichen vor den Gruppenräumen befinden sich die Garderoben. Der Eingangsbereich und Flur sind mit einer Elterninfo-, Spiel- und Sinneswänden, einer Essenstafel, einer Bücherei/Leseecke, einem Experimentiertisch und einer Spielecke mit zweiter Ebene ausgestattet. Im Eingangsbereich befindet sich auch eine Elternecke. Außerdem gibt es 2 Waschräume mit Toiletten, Waschbecken, Dusche und Wickeltisch; 1 Küche; 1 Personalzimmer; 1 Turnhalle mit anschließendem Materialraum; 1 Materialraum; 1 Putzkammer; 1 Büro, Toiletten für das Personal; im Anbau befinden sich der Heizungsraum und der Geräteraum.

Das Außengelände des Kindergartens verfügt über einen großen Garten, welcher nach pädagogischen Erkenntnissen und sicherheitstechnischen Bestimmungen gestaltet wurde. Dazu gehören 1 Spielwiese; 1 erhöhte Spielebene mit Malwand; 280qm Sandfläche; 1 Wassermatschanlage, 1 Kletterturm; 1 Vogelnestschaukel und 2 Standardschaukeln; 1 Holz-Spielhaus; 1 Weidenhaus; 3 Wipptiere; 1 Kletterhügel; 1 Trampolin; 1 Barfußpfad; 1 Hochbeet, 1 Bauwagen als Kinderwerkstatt, Holzbänke und Tische; Fahrzeuge und Sandspielzeug; großer gepflasterter Hof.

Jede Gruppe hat einen direkten Zugang vom Gruppenraum in den Garten.

Die Krippe (Nebengebäude) verfügt über 1 Gruppenraum, 1 Schlafraum; 1 Wasch- und Wickelraum; 1 Küche; 1 Personalzimmer; 1 Materialraum; 1 Putzkammer; Flurbereich mit Spiel- und Sinneswänden; Eingangsbereich mit Elterninformation und Garderoben.

Im Außengelände der Krippe befindet sich 1 Sandfläche; 1 Gartenhaus mit Fahrzeugen und Sandspielzeug; 1 Vogelnestschaukel; 1 Rutsche; 1Spielwiese.

  1. Regelungen
    1. Anmelde-, Aufnahmemodus

Voranmeldungen können am Tag der offenen Tür abgegeben werden. Außerdem finden immer im Januar 2 Anmeldetage statt. Die Termine dafür stehen auf unserer Homepage oder sind auf Facebook nachzulesen. Die Aufnahme eines Kindes erfolgt im September. Zu einem anderen Zeitpunkt ist eine Aufnahme nur dann möglich, wenn eine Familie umzieht oder aus anderen Gründen ein Platz frei wird. Der Anmeldeschluss für das folgende Kitajahr ist der 31. Januar des laufenden Jahres. Wer einen Platz in unserer Einrichtung bekommt wird Anfang März schriftlich benachrichtigt.

Nachdem meist mehr Voranmeldungen vorliegen als Plätze zu vergeben sind, kommen folgende Kriterien bei der Aufnahme zur Anwendung:

Fakten:

  • Krippenkinder haben ein Recht auf einen Kindergartenplatz
  • Gemeindezugehörigkeit: 50% Wolkersdorf; 50% Dietersdorf
  • Alter des Kindes (ältere Kinder zuerst)
  • Geschwisterkindregelung (gilt wenn ein Kind das in der Einrichtung ist noch mindestens ein Jahr bleibt)

Weitere Kriterien:

  • Sozialer Aspekt (alleinerziehendes Elternteil)
  • Konfession
  • Verbundenheit zur Kirchengemeinde/Gemeinde

    1. Öffnungszeiten und Beiträge

Unsere Kindertagesstätte ist von Montag bis Freitag von 7.00 Uhr bis 16.00 Uhr geöffnet. Der Frühdienst findet von 7.00 Uhr bis 8.00 Uhr für die Kinder im Kindergarten in der Hasengruppe statt. Auch die Kinder der Krippe sind bis 7.30 Uhr im Kindergarten.

Die Bringzeit unserer Kindertagesstätte ist von 07.00 bis 09.00 Uhr. Da wir um 9.00 Uhr die Ecken im Flur eröffnen, bitten wir euch dringend die Bringzeit bis 9.00 Uhr einzuhalten.

Die Abholzeit beginnt ab 12.00 Uhr. Das Kind kann gemäß der jeweiligen Buchungszeit gebracht und abgeholt werden.

Die Beiträge für die Kindertagesstätte staffeln sich wie folgt (Stand März 2016. Aktualisierungen sind möglich):

Für den Kindergarten

Tägliche Buchungszeit Monatlicher Elternbeitrag
3 – 4 Stunden 103 Euro
4 – 5 Stunden 110 Euro
5 – 6 Stunden 117 Euro
6 – 7 Stunden 124 Euro
7 – 8 Stunden 131 Euro
8 – 9 Stunden 138 Euro

Für die Krippe

Tägliche Buchungszeit Monatlicher Elternbeitrag
3 – 4 Stunden 229 Euro
4 – 5 Stunden 249 Euro
5 – 6 Stunden 269 Euro
6 – 7 Stunden 289 Euro
7 – 8 Stunden 309 Euro
8 – 9 Stunden 329 Euro

Bei Geschwistern zahlt das 1. Kind den vollen Beitrag, der Beitrag des 2. Kindes wird um 10%, der des 3. Kindes um 20% reduziert.

Im letzten Jahr vor der Schule jedes Kind mit 100,- Euro bezuschusst.

Für ein warmes Mittagessen vom Cateringservice wird pro Mahlzeit 2,50 € verrechnet. Hinzu kommen 0,15 Euro pro Essen für die Abrechnung (Kitafino).

Im Kindergarten wird das Frühstück von den Pädagoginnen eingekauft und zubereitet. Dafür wird im Monat ein Unkostenbeitrag von 12,50€ berechnet.

In der Krippe wird das Frühstück ebenso täglich von den Pädagoginnen bereitgestellt. Dazu werden monatlich 10,00 € eingesammelt.

Für die Portfolioarbeit (ein Ordner mit Bildern und Geschichten der Kinder) werden einmal jährlich 10 € eingesammelt. Außerdem muss jede Familie zu Beginn der Kindertagesstättenzeit einen Ordner (Leitz 4 Loch), ein Päckchen Kopierpapier und eine Packung Prospekthüllen mitbringen.

Unsere Schließtage werden zu Beginn des Kita-Jahres bekannt gegeben (max. 30 Tage pro Kita-Jahr).

    1. Essens- und Getränkeangebot

In der Krippe und im Kindergarten wird das Frühstück und Vesper für den Nachmittag von den Pädagoginnen besorgt und täglich frisch zubereitet. Auf einen Abwechslungsreichen und gesunden Ernährungsplan wird vonseiten der Pädagoginnen geachtet, allerdings gibt es auch immer mal wieder zwischendurch einen „ungesunden Tag“. Ebenso achten wir streng auf regionale und saisonale Lebensmittel.

Die Kindertagesstätte wird jeden Mittag mit einem gesunden und vollwertigen Mittagessen beliefert (derzeit von der Firma S-Bar). Auf den Essensplan haben wir Pädagoginnen keinen Einfluss, jedoch kann auf Essgewohnheiten, Allergien und Nahrungsmittelunverträglichkeiten eingegangen werden.

Wasser und Tee (Früchte- und Kräutertees im Wechsel) werden täglich angeboten. Gelegentlich gibt es Milch oder Kakao.

3. Eingewöhnung

Nachdem die Zusage für einen Platz in unserer Kindertagesstätte erteilt wurde, findet ein Elternabend zum Thema Eingewöhnung statt. Wir wollen dabei mit den Eltern ins Gespräch kommen und Informationen austauschen, um die ersten Schritte des Kennenlernens gemeinsam zu gestalten.

3.1. Bedeutung der Eingewöhnungszeit

Der Start in der Kindertageseinrichtung ist ein bedeutsames Ereignis und eine große Herausforderung. Das Kind lernt, neue Beziehungen zu Erwachsenen und anderen Kindern aufzubauen. Es erschließt sich einen neuen Tagesablauf mit neuen Rhythmen. Zudem macht es sich mit noch fremden Ritualen vertraut und entwickelt selbst Rituale, die den regelmäßigen Wechsel zwischen Kindertagesstätte und zu Hause begleiten. Es entwickelt neue Sprach- und Ausdrucksmöglichkeiten, um seine Bedürfnisse auszudrücken. Das Kind begegnet Konflikten und lernt, mit diesen umzugehen. Es erlebt sich in einer neuen sozialen Rolle.

Mit einer behutsamen Ausgestaltung der Eingewöhnungszeit in die Kindertagesstätte kann das Kind Vertrauen in die neue Umgebung und zu den neuen Betreuungspersonen (Pädagoginnen) aufbauen. Durch die Begleitung und Kooperation der Eltern, unterstützen diese die erste Beziehungsbrücke zwischen Elternhaus und Kindertagesstätte. Die Zeitdauer, die die Eingewöhnungsphase einnimmt, wird allein vom Kind vorgegeben. Die Notwendigkeit der Eingewöhnung ergibt sich aus Erfahrungen und erziehungswissenschaftlichen Ergebnissen. Bei jedem Kind verläuft die Eingewöhnung unterschiedlich. Eine individuelle Ausgestaltung der Eingewöhnungszeit erfolgt nach Absprache mit den Pädagoginnen.

3.2. Ablauf der Eingewöhnung

Wenn eine Aufnahme zum September des jeweiligen Jahres stattfindet, hat die Familie die Möglichkeit, eineinhalb Stunden an einem Nachmittag im Juni oder Juli unsere Einrichtung zu besuchen. Der Termin dazu wird rechtzeitig bekanntgegeben. Dabei sind das Kind und die Bezugsperson (Mutter oder Vater) zu Besuch in unserer Einrichtung, d.h. die Verantwortung und Aufsicht liegen bei den Eltern. Hierbei erhalten Eltern und Kind erste Einblicke in den Kita-Alltag.

Im September findet eine gestaffelte Eingewöhnung des Kindes statt. Dabei besucht das Kind zwei Wochen für zwei Stunden am Tag die Einrichtung. In dieser Grundphase der Eingewöhnung ist eine Bezugsperson (Mutter oder Vater) die Begleitung des Kindes. In der ersten Woche findet keine Trennung von der Bezugsperson statt. Die Bezugsperson und das Kind nehmen für zwei Stunden am Kita-Alltag teil. Die Aufsicht und Verantwortung liegt hauptsächlich noch bei der Bezugsperson. Die Pädagoginnen nähern sich in dieser Zeit dem Kind nach und nach an, um so das Vertrauen des Kindes und auch der Eltern zu gewinnen.

In der Stabilisierungsphase der Eingewöhnung, je nach Kind ab der zweiten Woche, finden die ersten Trennungen, zu Beginn mit höchstens einer halben Stunde statt, welche individuell gesteigert werden. Ziel der zweiten Woche ist, dass das Kind die zwei Stunden ohne Bezugsperson in der Einrichtung verbringen kann. Dennoch verbringt auch die Bezugsperson diese Zeit noch in der Kindertagesstätte. In der Schlussphase der Eingewöhnung, je nach Kind ab der dritten Woche, wird die Zeit, die das Kind in der Einrichtung verbringt, individuell gesteigert, bis es die gebuchte Zeit in der Kindertagesstätte verbringen kann.

Die Dauer der Eingewöhnung richtet sich nach dem Entwicklungsstand des Kindes und kann zwischen drei und sechs Wochen dauern. Während der Eingewöhnung ist der tägliche Betreuungsumfang an der Belastbarkeit des Kindes auszurichten. Deshalb ist es uns wichtig, dass sich die Eltern in den ersten Kitawochen ihres Kindes entsprechend Zeit frei halten, um ihr Kind (stufenweise) zu begleiten.

3.3. Die Rolle des Kindes

Das Kind darf die Kindertagesstätte frei (unter Aufsicht) erkunden. Dabei lernt das Kind die Räumlichkeiten, Kinder und Pädagoginnen kennen und baut Vertrauen auf. Es beobachtet, erforscht und erkundet dabei seine neue Umgebung.

3.4. Die Rolle der Bezugsperson (Mutter oder Vater)

Die Aufsicht liegt in der ersten Woche noch voll bei der Bezugsperson, da das Kind noch kein Vertrauen zu den Pädagoginnen gefasst hat. Je nach Situation versucht sich die Bezugsperson etwas zurück zu ziehen, so dass das Kind frei handeln kann und die Pädagogen auf das Kind zugehen können. Die Aufmerksamkeit der Bezugsperson muss trotzdem beim Kind bleiben, denn diese bildet den „sicheren Hafen“ für das Kind. Mobiltelefone, Unterhaltungen mit anderen Bezugspersonen oder Kindern sind in diesem Fall sehr störend. Das Kind muss spüren, dass die Bezugsperson da ist. Es wird sich von der Bezugsperson weg trauen aber immer wieder den Weg zurück bzw. Blicke suchen. Zudem findet auch zwischen Pädagogen und Bezugspersonen ein Vertrauensaufbau statt.

3.5. Rolle der Pädagogin

Die Pädagoginnen nähern sich in der Eingewöhnungszeit nach und nach dem Kind. Dabei achten sie darauf, das Kind nicht zu überfordern und es nicht mit Reizen zu überfluten. Die Pädagoginnen stellen sich auf die Individualität des Kindes ein. Auch die Bezugsperson wird von ihr miteinbezogen, denn nur im Miteinander kann eine reibungslose und erfolgreiche Eingewöhnung stattfinden.

Bei der Eingewöhnung in unserer Kindertagesstätte wird berücksichtigt, dass auch Kinder, die bereits bei einer Tagesmutterbetreuung oder in einer anderen Fremdbetreuung Erfahrungen gesammelt haben, eine Zeit des Vertrauenswerdens mit der neuen Umgebung benötigen. Sie kann unter Umständen kürzer sein als bei Kindern, die zum ersten Mal außerhalb der Familie betreut werden.

4. Pädagogische Grundhaltungen

4.1. Unser Bild vom Kind

Das Kind gestaltet seine Bildung und Entwicklung von Geburt an aktiv mit. Es erkundet seine Umwelt und tritt mit ihr in Austausch. Gemeinsam mit den Eltern sind die Pädagoginnen die ersten wichtigen erwachsenen Bezugspersonen. In der Beziehung zu ihnen findet das Lernen statt. Dabei übernimmt das Kind entwicklungsangemessen Verantwortung, denn der Mensch ist auf Selbstbestimmung und Selbständigkeit hin angelegt. Das Kind will von sich aus lernen, seine Neugierde und sein Erkundungs- und Forscherdrang sind der Beweis. Der eigene Lerneifer, Wissensdurst und die Lernfähigkeit sind groß. Das Kind unterscheidet sich durch seine Persönlichkeit und Individualität von anderen Kindern. Es hat einzigartige Besonderheiten durch sein Temperament, seine Anlagen, Stärken, Bedingungen des Aufwachsens, seine Eigenaktivitäten und sein Entwicklungstempo.

4.2. Unser pädagogischer Ansatz

Wir arbeiten in unserer Kindertagesstätte in Anlehnung an den situationsoriertierten Ansatz. Dies bedeutet, dass nicht wir als Pädagogen alle Themen, die wir im Alltag bearbeiten, sondern jedes Kind selbst ist dabei Mitbestimmer und –gestalter. Kinder sind Forscher und Entdecker, die viele Fragen haben. Durch die gezielte, intensive und aufmerksame Beobachtung während der Freispielzeit und durch Gesprächskreise erfahren die Pädagogen die Bedürfnisse und Interessen eines Kindes, greifen diese auf und fördern durch gezielte Angebote. Dadurch erlebt das Kind Wertschätzung und fühlt sich als wertvolles Mitglied der Gesellschaft.

4.3. Rolle der Pädagogin

Die Pädagoginnen stehen dem Kind begleitend und partnerschaftlich zur Seite und schaffen eine schützende Umgebung, die es sicher erkunden kann. Das pädagogische Handeln richtet sich nach dem Entwicklungsstand des Kindes. Das Kind wird dort abgeholt, wo es sich aktuell befindet. Dabei werden Anregungen und Orientierungshilfen gegeben, so dass das Kind seine eigene Bewegungs-, Erfahrungs- und Fähigkeitshorizonte erweitert.

Dabei verstehen sich die Pädagoginnen als:

  • Vertraute, die emotionale Zuwendung geben.
  • Pflegende, die sich um das allgemeine Wohlbefinden des Kindes kümmern.
  • Beobachtende, die Bedürfnisse des Kindes wahrnehmen, zulassen und verstehen.
  • Vermittelnde, die in Konfliktsituationen und bei Problemen helfen, wenn die Kinder überfordert sind.
  • Unterstützende, die das Kind in die Gruppe integrieren.
  • Spielpartnerinnen, die aktiv werden, wenn das Kind es fordert.
  • Motivierende, die das Kind durch Impulse fördern.
  • Schützende, die bei Gefahren, Reizüberflutung oder Überforderung eingreifen.
  • Dokumentierende, die die Entwicklung des Kindes bewusst darlegen.

Zwischen Pädagogen und Kind entsteht eine Beziehung, in der wir dem Kind auf Augenhöhe und mit Wertschätzung begegnen. Kinder und Erwachsene sind dabei beide Lehrende und Lernende.

4.4. Bedeutung von Spiel und Lernen

Das Spiel hat für das Kind eine besondere Bedeutung. Daher hat die Freispielzeit einen festen Platz im Tagesablauf unserer Kindertagesstätte. Das Spiel dient zudem der Umsetzung des Bildungs- und Erziehungsplans.

Beim Freispiel handelt es sich um eine Phase, in der das Kind allen Tätigkeiten im Rahmen unserer Kindertagesstätte von sich aus nachgehen kann. Dabei geht das Kind selbstbestimmt und eigenaktiv seinen Bedürfnissen und Interessen nach. Es wählt selbst, was, mit wem, wo, womit und wie lange es tätig ist. Die Gestaltung der Kindertagesstätte mit ihren Räumlichkeiten und dem Außengelände spielt hierbei eine zentrale Rolle. Zudem verfolgt das Kind eigengesetzte Ziele und selbst gestellte Aufgaben. Es entscheidet dabei selbst, wie intensiv und in welchem Tempo dies gestaltet wird.

Die Bedeutung des Freispiels ist ein wesentlicher Bestandteil für die Bildung eines Kindes. Das Kind widmet sich spielerisch dem Lernen. Es gestaltet seine Bildung und Entwicklung aktiv mit. Dabei übernimmt das Kind die Verantwortung und lernt von sich aus. Die Neugierde sowie der Erkundungs- und Forscherdrang des Kindes können aktiv und individuell ausgelebt werden, wobei das Kind mit anderen Kindern und den Pädagoginnen in einen lehrreichen Dialog tritt und dabei das Weltverständnis kontinuierlich erweitert. Außerdem lernt das Kind sich selbst kennen, indem es handelt und die Wirkung daraus beobachtet und reflektiert. Dadurch wird auch die Konzentration des Kindes geschult. Die Ziele des Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplanes werden im Freispiel eigenmächtig durch das Kind verfolgt.

Ein Kind das spielt, lernt.

4.5. Partizipation – Beteiligung von Kindern und Eltern

Partizipation in der Kindertagesstätte meint, dass die Teilhabe eines Kindes an verschiedenen Entscheidungen im Alltag stattfindet. Ein wichtiges Ziel ist dabei, dass das Kind lernt, seine eigenen Ideen, Wünsche und Bedürfnisse wahrzunehmen, zu äußern und dazu zu stehen. Das bedeutet nicht, dass ein Kind alle Freiheiten hat und alles darf. Es geht vielmehr um das Recht eines Kindes, seine Meinung, seine Wahrnehmungen und Gefühle äußern zu dürfen und dabei ernst genommen zu werden.

So besprechen wir mit den Kindern in Kinderkonferenzen z.B. Regeln, die neu aufgestellt oder überarbeitet werden müssen, welches Thema in den nächsten Wochen besprochen wird, wo das Kind spielen möchte, uvm.

Auch Eltern erleben Partizipation in unserer Kindertagesstätte. Da wir Erziehungspartner sind, werden Aspekte und Entscheidungen der Eltern ernst genommen und wenn möglich darauf reagiert.

Die Eltern wählen z.B. zu Beginn der Kindergarten- bzw. Krippenzeit einen Elternbeirat, der die Interessen und Ideen der Elternschaft vertritt. Außerdem beteiligen sich unsere Eltern an der Planung und Durchführung von Festen und Veranstaltungen.

Mitmachtage bieten die Möglichkeit, dass Eltern ihre Interessen, Begabungen und Fertigkeiten in den Kita-Alltag mit einbringen und z.B. mit den Kindern kochen, lesen, spielen usw. In der Praxis sieht es so aus, dass die Bezugsperson gemeinsam mit den Gruppenpädagoginnen einen Termin vereinbart und dann einen ganzen Vormittag gemeinsam mit seinem Kind in der Gruppe verbringt.

Wir erbitten von den Eltern pro Kita-Jahr mindestens fünf Stunden aktive Mitarbeit (z.B. bei der Vorbereitung von Festen und Aktivitäten). Wo dies nicht möglich ist, wird dies der Fairness halber finanziell ausgeglichen, Richtwert ist dabei 8,50 €/Stunde (gerne auch mehr)

4.6 Spracherziehung und Literacy

Auch die Sprache hat in unserer Kindertagesstätte einen großen Stellenwert, da Kinder von Geburt an beginnen mit der Umwelt zu kommunizieren. Hierbei ist es uns besonders wichtig, dass die Kinder die Sprache ganzheitlich lernen und dabei unterschiedliche Arten angewendet werden. Es bedeutet also nicht nur die Sprache zu hören, sondern von Anfang an nachzusprechen und auch selbst zu probieren. Sprache wird nicht nur durch gezielte Angebote wie „Hören, Wuppis Abenteuerreise durch die phonologische Bewusstheit“ oder den „Vorkurs Deutsch“ gefördert sondern auch täglich im Alltag geübt und angewendet.

Kinder die unsere Sprache noch nicht sprechen, sind ebenso willkommen in unserer Kindertagesstätte. Jedoch ist es von Vorteil und auch von Wichtigkeit für das Kind wenn es „Deutsch“ als Sprache bereits kennt und verstehen kann.

Jedoch gilt als Leitsatz unserer mehrsprachigen Arbeit ein Zitat aus dem BEP: „Wertschätzung und Förderung von Mehrsprachigkeit und `Deutsch lernen` sind kein Widerspruch, sondern Zielsetzungen, die sich gegenseitig ergänzen.“

5. Basiskompetenzen

5.1. Personale Kompetenzen

● Selbstwahrnehmung

Dazu gehören:

  • Das Selbstwertgefühl: Es ist Voraussetzung für die Entwicklung eines Selbstvertrauens, welches sich durch Wertschätzung und Bestätigung entwickelt.
  • Positive Selbstkonzepte: Sie sind das Wissen über sich selbst in verschiedenen Bereichen (akademisches, soziales, emotionales und körperliches Selbstkonzept). Durch positive Rückmeldungen wird dem Kind ermöglicht, seine körperliche, geistige und psychische Leistungsfähigkeit zu verbessern.

● Motivationale Kompetenzen

Dazu gehören:

  • das Autonomieerleben (Selbstbestimmung): In der Kindertagesstätte wird dem Kind die Möglichkeit gegeben, sich selbst zu entscheiden.
  • Kompetenzerleben (Grundbedürfnis der Menschen: „Was kann ich?“): Dies erfährt das Kind in der Kindertagesstätte, indem es vor Aufgaben gestellt wird.
  • Selbstwirksamkeit (Überzeugung schwierige Aufgaben / Probleme zu bewältigen): Dabei dienen andere Kinder und die Pädagoginnen als Vorbild. Die Selbstwirksamkeit entwickelt sich dann, wenn das Kind weiß, auf bestimmte Verhaltensweisen folgen Konsequenzen (z.B. die Regeln in der Kindertagesstätte).
  • Selbstregulation: Das Kind beobachtet sein eigenes Verhalten, bewertet dieses, belohnt sich gegebenenfalls. Dabei wird das Kind von den Pädagoginnen unterstützt.
  • Neugier und individuelle Interessen: Das Kind ist Neuem gegenüber aufgeschlossen.

● Kognitive Kompetenzen

Dazu gehören:

  • Differenzierte Wahrnehmung: Eine differenzierte Wahrnehmung erfolgt durch alle Sinne.
  • Denkfähigkeit: Das Kind beobachtet sehr viel, bevor es handelt (anschauliche Phase). Denkaufgaben werden dem Entwicklungsstand des Kindes angepasst.
  • Gedächtnis: In der Kindertagesstätte wird das Gedächtnis geschult (z.B. das Kind erzählt Geschichten nach).
  • Problemlösefähigkeit: Das Kind lernt, Probleme zu analysieren, Problemlösungsalternativen zu entwickeln, diese abzuwägen, sich für eine zu entscheiden, angemessen umzusetzen und den Erfolg dieser zu prüfen.
  • Fantasie und Kreativität: Dies zeigt sich im ganz persönlichen Ausdruck in allen Bereichen.

● Physische Kompetenzen

Dazu gehören:

  • Übernahme von Verantwortung für Gesundheit und körperliches Wohlbefinden: Dem Kind werden grundlegende Hygienemaßnahmen, der gesundheitliche Wert von Lebensmitteln und eine erste positive Einstellung zur Ernährung vermittelt.
  • Grob- und feinmotorische Kompetenzen: In der Kindertagesstätte hat das Kind die Gelegenheit die Grob- und Feinmotorik zu trainieren.
  • Fähigkeit zur Regulierung von körperlicher Anspannung: Das Kind lernt, dass es notwendig ist, sich für bestimmte Aufgeben körperlich und geistig anzustrengen und gewinnt dadurch Ausdauer. Im Ausgleich dazu achten die Pädagoginnen auf Ruhezeiten und Entspannung.

5.2. Kompetenz zum Handeln im sozialen Kontext

● Soziale Kompetenzen

Dazu gehören:

  • Gute Beziehungen zu Erwachsenen und Kindern: In der Kindertagesstätte hat das Kind viele Möglichkeiten, Beziehungen aufzubauen.
  • Empathie und Perspektivenübernahme: Das Kind lernt, sich in anderen hineinzuversetzen, ihre Gefühle und Handlungen zu verstehen.
  • Kommunikationsfähigkeit: Das Kind lernt, sich angemessen auszudrücken. Es lernt die allgemeinen Gesprächsregeln kennen.
  • Kooperationsfähigkeit: Das Kind lernt in der Kindertagesstätte, mit anderen Kindern und den Pädagogen zusammenzuarbeiten.
  • Konfliktmanagement: Zwischenmenschliche Konflikte ergeben sich in der Kindertagesstätte im Alltag. Das Kind lernt Konfliktlösetechniken kennen und diese anzuwenden.

● Entwicklung von Werten und Orientierungskompetenz

Dazu gehören:

  • Werthaltungen: Das Kind übernimmt Werte aus der Kindertagesstätte.
  • Moralische Urteilsbildung: Das Kind lernt unterschiedliche Interessensansätze kennen und dazu Stellung zu beziehen.
  • Unvoreingenommenheit: Die eigene Kultur und andere Kulturkreise werden dem Kind nahegebracht.
  • Sensibilität und Achtung von Andersartigkeit und Anderssein: Jedes Kind hat das Recht, als einzigartiges Individuum angesehen zu werden. In der Kindertagesstätte lernt das Kind, dies für sich zu beanspruchen und zu gewähren.
  • Solidarität: Das Kind lernt, mit anderen zusammenzuhalten und sich für andere einzusetzen.

● Fähigkeit und Bereitschaft zur Verantwortungsübernahme

Dazu gehören:

  • Verantwortung für das eigene Handeln.
  • Verantwortung anderen Menschen gegenüber: Einsatz für Schwächere, Benachteiligte oder Unterdrückte.
  • Verantwortung für Umwelt und Natur: Das Kind entwickelt eine Sensibilität für alle Lebewesen und die natürliche Lebensgrundlage, z.B. durch Besuch eines Bauernhofs, die Pflege des Hochbeets uvm.

● Fähigkeit und Bereitschaft zur demokratischen Teilhabe

Dazu gehören:

  • Akzeptieren und Einhalten von Gesprächs- und Abstimmungsregeln: Entscheidungsfindung und Konfliktlösung wird auf demokratischem Weg gelernt.
  • Einbringen und Überdenken des eigenen Standpunkts: Das Kind lernt, eine eigene Meinung zu haben und diese zu vertreten sowie andere Positionen zu akzeptieren.

5.3. Lernmethodische Kompetenz

Lernmethodische Kompetenz ist die Basis für Wissen. Dabei bildet sie die Grundlage für schulisches und selbst gesteuertes Lernen. Das Kind setzt sich in der Kindertagesstätte mit Themen und Inhalten auseinander.

5.4. Kompetenter Umgang mit Veränderungen und Belastungen

Dazu gehört die Widerstandfähigkeit (Resilienz): Es ist die Grundlage für eine positive Entwicklung und Gesundheit, ein positives Wohlbefinden und eine hohe Lebensqualität. Ebenso bildet sie den Grundstein für einen kompetenten Umgang mit familiären und gesellschaftlichen Veränderungen und Belastungen. Das Kind wird in der Kindertagesstätte unterstützt und bestärkt.

6. Bildungs- und Erziehungsziele

  • Werteorientierung und Religiosität (z.B. regelmäßige Gottesdienste, Gebete, Besuche unserer Pfarrerin Schindelbauer, uvm.)
  • Emotionalität, soziale Beziehungen und Konflikte (z.B. Konfliktlösestrategien, Aufbau von positiven Beziehungen, Ausdruck von Gefühlen uvm.)
  • Sprache und bewusster Umgang mit Literatur (z.B. Projekt „Wuppis Abenteuerreise durch die phonologische Bewusstheit“, „Die Alphas“, Bilderbuchbetrachtungen, Erzählen und Diktieren von Geschichten uvm.)
  • Informations- und Kommunikationstechnik, Medien (bewusster Umgang mit Medien wie z.B. Produzieren von Medien( eigene Kita CD), Bewusster Umgang mit Computer (z.B. Rezept heraussuchen oder ähnlichem), uvm.)
  • Mathematik (geometrische Grundformen, Zählkompetenz, Umgang mit Begriffen wie größer und kleiner, Zahlenland für Vorschulkinder, Entenland für Mittelkinder, uvm.)
  • Naturwissenschaft und Technik (Eigenschaft verschiedener Stoffe kennenlernen, Phänomene aus der Welt erfahren, Naturmaterialien sammeln und benennen, Verschiedene Angebote vom Haus der kleinen Forscher, regelmäßiger Einsatz unseres Experimentiertisches im Flur, uvm.)
  • Umwelt (Aufenthalte in der Natur, enge Zusammenarbeit mit den Familien, Kooperation mit fachkundigen Stellen uvm.)
  • Ästhetik, Kunst und Kultur (kreatives Gestalten, Grundverständnis von Farben, Theaterstücke besuchen und selbst spielen, arbeiten in unserem Bauwagen im Garten, uvm.)
  • Musik (gemeinsames Singen, Musikinstrumente und deren Spielweise kennenlernen, Geschichten instrumental gestalten, Angebote von den singenden Kitas, uvm.)
  • Bewegung, Rhythmik, Tanz und Sport (regelmäßige Turnangebote, Zusammenhang zwischen Bewegung, Ernährung und Gesundheit verstehen lernen, ausbauen von Teamgeist uvm.)
  • Gesundheit (Essen mit allen Sinnen erleben, Gespür dafür entwickeln „was tut mir gut?“, Geschlechtsidentität entwickeln, Jolinchen – Projekt der AOK, zubereiten der Speisen, gemeinsames Frühstück, uvm.)

7. Methoden der pädagogischen Arbeit

7.1. Tagesablauf

● Kindergarten:

7.00 – 9.00 Uhr

7.00 – 8.00 Uhr

Bringzeit

Frühdienst (Hasen-Gruppe)

7.00 – 9.20 Uhr Freies Frühstück
9.30 – 10.00 Uhr Morgenkreis
10.00 – 12.00 Uhr Freispielzeit

Gezielte Angebote

Turnstunden

Gartenzeit

12.00

12.00 – 12.30 Uhr

Beginn der Abholzeit

Gemeinsames Mittagessen

Montag, Mittwoch und Freitag

von ca. 12.45 – ca. 13.15 Uhr

Ausruhen bzw. Mittagsruhe in den Gruppen
13.00 – 16.00 Uhr Freispielzeit

Gezielte Angebote

Gartenzeit

Die Projekte der Vorschul- und Mittelkinder wie

1. Wuppis Abenteuerreise durch die phonologische Bewusstheit

2. das Zahlenland

3. die Alphas

4. das Entenland

findet immer am Vormittag statt.

● Krippe:

7.00 – 9.00 Uhr Bringzeit (7.00Uhr – 7.30 Uhr im Kindergarten abgeben)
8.45 – 9.15 Uhr Gemeinsames Frühstück. Danach Hände waschen im Bad
9.30 – 10.00 Uhr Morgenkreis
10.00 – 11.30 Uhr Freispielzeit

Gezielte Angebote

Gartenzeit

11.30 – 12.00 Uhr Gemeinsames Mittagessen
12.00 Uhr Abholzeit

Schlafenszeit

12.00 – 16.00 Uhr Freispielzeit

Vesper am Nachmittag

Gartenzeit

Da die Kinder in der Krippe bis ca. 13.45 Uhr schlafen, bitten wir euch erst um 14.00 Uhr wieder abzuholen.

● Turnen:

Jede Gruppe unserer Kindertagesstätte hat einen eigenen Turntag. An diesem Tag finden in der Zeit von 09:30 – 12:00 Uhr die jeweiligen Turnstunden statt. Je nach Anzahl der Kinder werden diese in einer oder zwei Gruppen von den Pädagoginnen durchgeführt. Das Kind benötigt hierfür Turnschläppchen. Diese können in einem Turnbeutel am Garderobeplatz des Kindes verstaut werden. Bitte ziehen sie ihrem Kind an diesem Tag bequeme Kleidung an, so dass kein Umziehen vor der Turnstunde nötig ist (Zeitmangel, da sowieso nur begrenzte Turnzeit) . Die Pädagoginnen gestalten die einzelnen Turnstunden entsprechend dem Alter und Entwicklungsstand der Gruppe. Hierzu werden z.B. Bewegungsbaustellen aufgebaut, Lauf- und Fangspiele durchgeführt, verschiedene Übungen zum Ball oder Reifen erlernt uvm.

  • Flur, Turnhalle und Garten:

Immer 2 Kinder pro Gruppe (ausschließlich 2 Vorschulkinder oder 1 Vorschulkind und 1 Mittelkind) dürfen am Vormittag (ab 9.00 Uhr wenn die Bringzeit beendet und die Haustür abgeschlossen ist) allein für einige Zeit in der Turnhalle, im Flur und im Garten spielen. Die Kinder müssen sich in dabei an die Regeln der einzelnen Bereiche halten und werden in regelmäßigen Abständen von den Pädagoginnen besucht.

  • Geburtstagsfeier:

Der Geburtstag eines jeden Kindes wird in der Gruppe gefeiert. Das Kind steht während der Feier im Mittelpunkt. Die Feier ist in jeder Gruppe anders gestaltet. Das Geburtstagskind darf an diesem Tag auch etwas zum gemeinsamen Essen mitbringen. Bitte sprechen sie hierfür mit den Pädagoginnen ihrer Gruppe.

7.2. Projektarbeit

In unserer Kindertagesstätte finden in jedem Kita-Jahr unterschiedliche Projekte statt. Darüber informieren wir gesondert. Wiederkehrende Projekte in unserem Kita-Jahr sind das „Zahlenland“, „Wuppis Reise durch die phonologische Bewusstheit“ und die „Alphas“.

● „Wuppis Abenteuerreise durch die phonologische Bewusstheit“:

Wuppis Abenteuerreise nimmt ihre Kinder mit auf eine Reise durch die phonologische Bewusstheit. Das Material fördert ganz spielerisch das genaue Hinhören, sensibilisiert für die Struktur der Sprache und bereitet die Kinder im letzten Kindergartenjahr vor der Einschulung auf den Schriftspracherwerb vor. Das besondere ist die Einbettung der systematischen Übungen in einem Handlungsrahmen.

Ausgangspunkt ist eine Vorlesegeschichte die die Kinder ins Geschehen mit einbezieht.

Die Geschichten führen zu Lausch- und Reimübungen, zu Silbenspielen sowie Übungen zur Analyse der Synthese von Lauten (Phoneme). Das Textverstehen wird durch den Handlungsrahmen – mit Geschichten von Wuppi – intensiv gefördert. Das alles steigert auch die Aufmerksamkeit und Konzentration.

Das Übungsprogramm beansprucht ungefähr 18 – 20 Wochen und findet 3x in der Woche statt.

● „Zahlenland“:

„Die Welt, in der Kinder aufwachsen, ist voller Mathematik. Geometrische Formen, Zahlen und Mengen lassen sich überall entdecken.“ (aus dem Bildungs- und Erziehungsplan – Leitgedanke über die Mathematik)

Deshalb legt unsere Kindertagesstätte hier einen Grundstein in der Mathematik.

Zehn Wochen lang treffen sich die Vorschulkinder (gruppenübergreifend) zum „Zahlenland“. Hierbei dreht sich alles um Zahlen, Mengen und geometrische Formen. Jede Woche lernen die Vorschulkinder eine neue Zahl mit allen Sinnen kennen. Dabei werden z.B. Zahlenlieder gesungen, eine Zahlengeschichte gehört, der Zahlenweg gelegt, die Zahlen erfühlt, Mengen und geometrische Formen erkannt, die Zahlen gestaltet uvm. Die Zahlenfee Vergissmeinnicht und der Zahlenkobold Kuddelmuddel begleiten uns die 10 Wochen. Auch Ausflüge sind in dieses Programm mit eingeschlossen z.B. eine Fahrt ins Matheland nach Nürnberg oder ein Besuch bei der örtlichen Sparkasse. Abschluss des Projektes ist ein großes Zahlenfest. Das Zahlenland findet 2x pro Woche statt und dauert ca. 1 Stunde pro Einheit.

  • „Die Alphas“

Das Buch „Rettet die Alphas“ ist eine außergewöhnliche Geschichte. In dem fantastischen Märchen wird das Alphabet für die Kinder lebendig.

Die Buchstaben, verkleidet als Alphas, werden zu liebgewonnenen Spielgefährten und Lesen wird ein Kinderspiel.

Die Methode „Die Alphas“ ist das Ergebnis einer praktisch gelebten Erfahrung, gewonnen im direkten Kontakt mit den Kindern, die teilweise enorme Lese Schwierigkeit hatten. Als Pädagogin mit Herz und Seele kann sich Claude Huguenin sehr gut in die Lage der Kinder versetzen. Sie stellt ihre Erfahrungen als Logopädin in den Dienst aller Kinder.

Sie entwickelt somit als alphabetisches System in einer an die kindliche Phantasie angepassten Form.

Das Lautieren ist besonders wichtig!

Unsere Buchstaben sind Symbole die für die Laute stehen.

Zum Beispiel steht das Zeichen „M“ für den Laut „mmm“ , der sogenannte Anlaut des Wortes „Monster“ ist. Beim Lautieren versuchen die Kinder diesen Anlaut herauszuhören.

So sind die Alphas Personen, die die Form von Buchstaben haben und außerdem den entsprechenden Laut dieses Buchstaben als einzigen Ton bilden.

Als erstes werden wir uns das Märchenbuch genau anschauen und die CD anhören, dabei geht es um das kennenlernen der Alphas und ihrer An-Laute. So erfahren wir wie die Laute richtig gebildet werden, z.B „sss“ für Seil, nicht „es“!

Kapitel für Kapitel werden wir uns danach durch die Geschichten arbeiten und dabei spielerische Übungen durchführen.

Die „Alphas“ finden 1x pro Woche für 30 Minuten statt. Das Projekt dauert 6 Wochen.

  • „Entenland“

Dieses Projekt bezieht sich auf Kinder die das 2. Jahr in den Kindergarten gehen, die sogenannten „Mittelkinder“. Alle Mittelkinder treffen sich Gruppenübergreifend über 10 Wochen mit 2 Pädagoginnen. Das erste kennenlernen von Farben, Formen und Zahlen ist Ziel dieses Projekts und gemeinsam mit der Ente Oberschlau passiert dies auf spielerische Weise.

  • „Bauwagen“

In unserem Garten steht ein Bauwagen der mit allerleih Werkzeug bestückt ist. Auch hier wird Gruppenübergreifend gearbeitet. Immer vier Kinder dürfen gemeinsam mit einer Pädagogin das verschiedene Werkzeug und zu bearbeitende Material sowie die Regeln im Umgang kennenlernen.

  • „Bücherei“

In unserem Flur im Eingangsbereich gibt es eine Kinderbibliothek. Jede Gruppe hat einen Büchereitag. An diesem Tag darf sich jedes Kind mit seinem Büchereiausweis ein Buch ausleihen und für eine Woche mit nach Hause nehmen. Dafür gibt es eine Tasche die von der Kita gekauft wird und die am Garderobenplatz des Kindes hängt. In der Tasche befindet sich auch der Ausweis eines jeden Kindes. Wer an dem Projekt teilnehmen möchte muss 2,- Euro bezahlen und bekommt dann die Tasche und den Ausweis.

  • „Experimente“

Um den Umgang mit den verschiedenen Materialien kennenzulernen, findet hier Gruppenübergreifend, über 10 Wochen ein „Experimentierkurs“ statt. Erst danach dürfen die Kinder frei an dem Tisch arbeiten.

7.3. Raumkonzept

Ein positives Raumkonzept beeinflusst die Entwicklung des Kindes. Die Gruppenräume mit ihren verschiedenen Spiel- und Rückzugsbereichen wie z.B. Bau- und Puppenecke, Leseecke, Mal- und Tischspielbereiche, sowie die Turnhalle, der Gang und der Garten ermöglichen dem Kind unterschiedlichste Erfahrungs-, Entwicklungs- und Erlebnismöglichkeiten. Durch Verstecke in der Puppenecke, Rückzugsmöglichkeiten in der Bauecke oder im Gang bei der Bibliothek oder der Spielecke mit 2. Ebene, das Austoben in der Turnhalle, das Matschen im Garten, das Experimentieren am Forschertisch, uvm. werden Bedürfnisse des Kindes erfüllt. Zudem kann das Kind seine eigenen Bedürfnisse durch diese Auswahl selbständig im Freispiel regulieren.

7.4. Mahlzeiten

● Frühstück:

Offenes / gleitendes Frühstück:

In allen unseren Gruppen gibt es das sogenannte offene oder gleitende Frühstück. Das heißt das Kind darf in der Zeit von 7:00 – 9:20 Uhr zum Frühstücken gehen. In den einzelnen Gruppen sind hierfür jeweils ein Frühstückstisch vorbereitet. Das Kind darf selbst entscheiden, wann es essen gehen möchte. Es holt sich sein benötigtes Geschirr selbstständig aus dem Schrak und setzt sich dann an den Esstisch. Dort isst das Kind (selbstständiges Zubereiten des Frühstückes) bis es fertig oder satt ist und hat so die Möglichkeit den eigenen Hunger einzuschätzen und seine Selbstständigkeit zu fördern. Danach wird das eigene Geschirr abgespült und das Glas auf das jeweilige Symbol auf dem Getränketablett gestellt. Die Kinder werden regelmäßig an das Frühstück erinnert und die Pädagoginnen in den Gruppen haben im Blick, wer gegessen hat.

* Obst und Gemüse:

Einmal in der Woche bekommen wir für jedes Kind das das 3. Lebensjahr erreicht hat von der Firma Rewe Obst und Gemüse geliefert. Gefördert wird das Projekt von der Europäischen Gemeinschaft.

Da dieses Projekt nur für Kinder ab 3 Jahren in Anspruch genommen werden darf, bringen die Eltern der Krippenkinder alle 12 Wochen Obst und Gemüse für alle Krippenkinder mit.

● Mittagessen:

Das Mittagessen findet in jeder Gruppe gemeinsam statt, im Kindergarten um 12.00 Uhr und in der Krippe um 11.30 Uhr. In der Regel setzt sich das Kind an einen gedeckten Tisch. Wir finden einen gemeinsamen Anfang, indem wir alle beten. Danach isst das Kind entweder sein mitgebrachtes Essen von zu Hause oder das bestellte Essen durch den Caterer.

Das Frühstück und das gemeinsame Mittagessen sind wichtige Bestandteile in unserem Tagesablauf. Für den Gruppenprozess sind Mahlzeiten mit bestimmten Regeln sinnvoll und ein gemeinschaftliches Erlebnis. Das Kind erfährt, gemeinsam mit anderen Kindern an einem Tisch zu sitzen, Tischkultur zu pflegen und so soziale Kontakte zu knüpfen.

Außerdem bieten Mahlzeiten in unserer Kindertagesstätte eine Chance der gesundheitlichen Bildung. Das Kind in der Kindertagesstätte wird in die Vorbereitung des Obst- und Gemüsetellers eingebunden sowie in die Zubereitung des gemeinsamen Frühstücks. Das Kind lernt einen wertschätzenden Umgang mit Lebensmittel. Das Thema Ernährung wird auch durch Projekte aufgegriffen.

7.5. Ruhepausen

Ein Kind erlebt täglich viele verschiedene Dinge und Reize wie z.B. hören, riechen, sehen uvm. Doch neben all den Eindrücken, die erlebt und verarbeitet werden müssen, ist es auch wichtig und sinnvoll, Ruhephasen zum Abschalten und Erholen einzubauen.

Deshalb hat das Kind im Kindergarten die Möglichkeit an den Ausruhzeiten, täglich ab ca. 12.45 Uhr, teilzunehmen. Das Kind wählt und spürt dabei selbst, ob es diese Zeit in Anspruch nehmen möchte. Auf jedes Kind warten im abgedunkelten Turnraum eine Matte, ein Kissen und eine Decke. Wenn jedes Kind in seinem „Bett“ angekommen ist, darf bei einer Geschichte, einem Märchen oder Instrumentalmusik entspannt werden. Somit entsteht ein Gleichgewicht zwischen Anspannung/Lernen und Entspannung. Gegen 13.15 Uhr wird die Mittagspause beendet und jedes Kind geht in seine Gruppe zurück.

Für alle Kinder findet aber täglich nach dem Mittagessen eine Mittagsruhe statt. Diese sieht so aus, dass alle Kinder bis 13.00 Uhr in ruhiger Atmosphäre Bilderbücher betrachten, Hörspiele oder Entspannungsgeschichten hören, Bilder malen, usw.

In der Krippe findet die Schlafenszeit täglich nach dem Mittagessen statt. Zum Schlafen steht ein Schlafraum mit geeigneten Kinderbetten zur Verfügung. Wichtig für das Einschlafen ist, dass die Pädagoginnen die Schlafgewohnheiten des einzelnen Kindes kennen, damit sie beachtet werden können. Gewohnte Einschlafhilfen, wie Stofftiere, Schnuller usw. darf das Kind mitbringen. Die Schlafsituation wird während der Einschlafphase von den Pädagoginnen begleitet. Später wird mit Babyphon überwacht.

7.6. Religiöse Erziehung

Die Basis unserer religiösen Erziehung ist das christliche Menschenbild. Die Pädagoginnen unserer Kindertagesstätte gestalten Elemente des kirchlichen Jahreskreises mit seinen Festen und Feiertagen. Dem Kind wird der christliche Glaube und Wertschätzung gegenüber anderen Religionen spielerisch durch Basteln, Beten und Singen von Liedern nahe gebracht. Regelmäßige Gottesdienste und Besuche unserer Pfarrer/Pfarrerin sind feste Bestandteile des Kita-Jahres.

7.7. Gestalten von Übergängen

● Übergang von der Krippe in den Kindergarten:

Damit der Übergang von der Krippe in den Kindergarten so sanft wie möglich erfolgt, arbeiten wir im Vorfeld schon darauf hin. Das Krippenkind wird einer Kindergartengruppe zugeteilt. Regelmäßige Besuche finden im Kindergarten in der jeweiligen Gruppe statt. Das Kind wird von den Pädagoginnen aus der Krippe begleitet. Wenn ein erster Vertrauensaufbau zu den Räumlichkeiten und den Pädagoginnen des Kindergartens vorhanden ist, verbringt das Krippenkind zunehmend Zeit allein im Kindergarten. Bei den Besuchen im Kindergarten nimmt das Krippenkind z.B. am Morgenkreis, an Turnstunden, an der Freispiel- oder Gartenzeit teil. Am Ende der Krippenzeit gibt es ein Abschiedsfest (z.B. gemeinsames Frühstück mit den Eltern, Ausflug…). So kann sich jedes Kind von seiner Krippenzeit verabschieden.

● Übergang vom Kindergarten in die Zwieseltalschule:

Der Übergang von der Kindertagesstätte in die Grundschule ist ein einschneidendes Erlebnis. Deshalb arbeitet unsere Kindertagesstätte eng mit den Lehrkräften der Zwieseltal – Grundschule zusammen. Mehrmals im Jahr finden Besuche mit den Vorschulkindern in der Schule statt, wobei sie gemeinsam mit den Schulkindern Unterrichtsstunden, Turnstunden oder Pausen verbringen. Die Kindertagesstätte wird ebenfalls von den Schulkindern und deren Klassenlehrkräften besucht. So werden erste positive Kontakte zu den Lehrkräften und Schulkindern aufgebaut. Zum Abschluss der Kindergartenzeit erleben die Vorschulkinder einen besonderen Ausflug, dürfen im Kindergarten übernachten und werden in einem Gottesdienst verabschiedet.

8. Beobachtung und Dokumentation

Durch eine genaue Beschreibung erhalten und vermitteln die Pädagoginnen ein Verständnis über das Verhalten und Erleben des Kindes. Die Bildungsdokumentation dient als wichtige Information für künftige Planungen, als fundierte Grundlage für Elterngespräche und dem Austausch im Team. Zudem hilft sie, das Gesehene zu verstehen. So kann eine gezielte und kindgerechte Bildung geschehen.

● Gesetzliche Grundlage:

„Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.“ (Grundgesetz, Art. 1)

Somit erfolgt die Bildungsdokumentation eines Kindes würdevoll und lenkt den Bereich auf Stärken und Fähigkeiten. Im Sozialgesetzbuch VIII lassen sich gesetzliche Grundlagen zu Bildung und Beobachtung finden. Bildungsdokumentation versteht sich als vollständige Handlung.

In unserer Kindertagesstätte erfolgt Beobachtung auf unterschiedliche Art und Weise. Dazu zählen:

  • Passive Beobachtung
  • Verdeckte Beobachtung
  • Portfolio
  • Produkt des Kindes (z.B. gebasteltes)
  • Entwicklungsgeschichten
  • Standardisierte Beobachtungsbögen

Aus diesen Beobachtungen entsteht eine Sammlung von Informationen und Erkenntnissen. Eine Schlussfolgerung der bisherigen Bildungsdokumentation kann gezogen werden. Daraufhin führen die Pädagoginnen eine individuelle pädagogische Handlung für das Kind durch, welche wiederum reflektiert und beobachtet werden. Somit wird der Blick nicht nur auf das Handeln des Kindes gelenkt sondern auch auf das erzieherische / pädagogische Handeln.

9. Partnerschaftliche Kooperation mit Eltern

Erziehung und Bildung beginnt in der Familie!. An diesem Ort werden die wichtigsten Grundlagen für die Entwicklung des Kindes gesetzt. Die Eltern haben dabei die Hauptverantwortung für die Erziehung und Bildung ihres Kindes.

Durch den Besuch der Kindertagesstätte kommen neue Bezugspersonen hinzu, es entsteht eine Erziehungspartnerschaft zwischen den Pädagoginnen und den Eltern. Wir wertschätzen die Eltern in ihrer Kompetenz, nehmen ihre Anliegen ernst und unterstützen sie in allen Erziehungsbelangen.

● Dies geschieht durch:

  • Kurze Tür- und Angelgespräche während der Bring- und Abholzeit, wobei wichtige Erlebnisse oder Informationen weiter gegeben werden.
  • Elterngespräche, die zu einem vereinbarten Termin stattfinden, wobei der Entwicklungsstand des Kindes dargelegt wird und evtl. eine Beratung und Vermittlung zu Fachdiensten stattfindet.
  • Elternabende zur Information neuer Eltern oder Themenelternabende.
  • Elternbriefe bzw. eine Pinnwand, auf der Informationen über Aktivitäten, Abläufe und Geschehnisse weitergegeben werden.
  • Elternhospitationen, in denen die Eltern einen Tag mit ihrem Kind in der Einrichtung verbringen.
  • Elternumfragen, die zur Qualitätssicherung der Kindertagesstätte stattfinden.
  • den Elternbeirat, mit welchem die Kindertagesstätte eng zusammenarbeitet, regelmäßige Sitzungen abhält, Feste plant und durchführt.

Bitte kommt immer gerne auf uns zu um Termine zu vereinbaren!

10. Partnerschaftliche Kooperation mit anderen Einrichtungen

  • Erziehungsberatungsstellen
  • Öffentliche Einrichtungen z.B. Feuerwehr, Krankenhaus, Polizei, Bücherei
  • Sonderpädagogisches Förderzentrum
  • Lebenshilfe
  • Andere Kindertagesstätten
  • Sozialamt
  • Jugendamt
  • Grundschule
  • Kirchengemeinden
  • Gesundheitsamt
  • Evang. Landesverband der Kindertagesstätten
  • Stadt Schwabach
  • Förderverein „Kindergartenfreunde Wolkersdorf e.V.“
  • Örtliche Vereine und Einrichtungen
  • Seniorentagesstätte

11. Schlusswort

Das Team der Pädagoginnen hat intensiv an der Entwicklung gearbeitet und den neuesten Stand der pädagogischen Kenntnisse in diese Konzeption eingebracht. Da unsere Arbeit immer wieder mit Neuerungen verbunden ist und Erfahrungen überdacht werden, reflektieren wir diese stets und verändern sie gegebenenfalls.

Wir sind offen für Elternanregungen und freuen uns, wenn wir als Pädagoginnen angesprochen werden. Seit einiger Zeit haben wir einen Briefkasten für schriftliche Anregungen und Wünsche im Vorraum der Kita aufgehängt.

12. Impressum

Erscheinungsdatum: Januar 2019, 6. Auflage

Herausgegeben von den Pädagoginnen der Christophorus Kindertagesstätte Zwieseltal.

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